Hildegard Aman-Habacht
Mind & Body Coach

HORMONE – KOMMUNIKATIONSSYSTEM IN UNSEREM KÖRPER

Was bitte ist denn ein Hormon überhaupt?


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Die Welt der Hormone ist für mich dermaßen komplex, dass sie mich eine Zeit lang eher gelangweilt, als interessiert hat. Aber dann als meine Schilddrüse in Unordnung gelangte und ich die Diagnose „Hashimoto“ bekam, habe ich mich mehr und mehr mit den kleinen Unruhestiftern begonnen auseinanderzusetzen und zu interessieren.            

Das altgriechische Wort „horman“ bedeutet „antreiben, erregen“. Diese kleinen, findigen Dinger sind also Botenstoffe und Signalgeber in unserem Organismus und bestimmen darüber wie es uns geht. Ob wir uns gut fühlen oder schlecht fühlen, ob wir himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt sind.

Welche Frau kennt sie nicht, diese Hochschaubahn der Gefühle  Immerhin leben wir alle in einem Biotop von Belastungen aus Umwelt, Giftstoffen, hormonähnlichen Stoffen, seelischen Belastungen durch Beruf, Familie, Gesellschaft und dürfen lernen damit entsprechend umzugehen. Und dazu brauchen wir unsere Hormone. Sie regulieren unser Leben, alle vegetativen (nicht willentlich gesteuerten) Funktionen unseres Körpers werden durch sie gesteuert: Sexualfunktion, Wärmehaushalt, Tag- und Nachtrhythmus, Nahrungs- und Wasserhaushalt, Verdauung, Blutdruck uvm.

  • Ja, sogar unser Verstand und unser Denken wird durch Hormone ausgebildet.
  • Wir leiden und lieben durch unsere Hormone und
  • unser ganzes Sein wird durch Hormone bewegt!

Diese kleinen Kerlchen entscheiden darüber, ob wir ein ausgeglichenes und erfülltes Leben leben dürfen!

Eine Zeit der intensiven Hormonflut sind Schwangerschaft und Geburt. Das kann die Frau emotional und physisch ordentlich aufmischen. Oft wird diese Phase als absolutes Glück und Euphorie empfunden, allerdings nur während ein Kind in unserem Körper heranwächst.                                            

Aber auch durch den Menstruationszyklus sind Monat für Monat viele Hormone im weiblichen Körper unterwegs, mit sichtbaren körperlichen Reaktionen, wie Monatsblutung, Wassereinlagerungen, einem Ziehen im Unterbauch beim Eisprung usw. Frau kann sich also gut vorstellen, dass diese feine Rhythmik, dieses aufeinander abgestimmten Systems auch ganz schnell und ziemlich heftig gestört werden kann. Oft spüren wir es in Form von emotionalen Auswirkungen, Verhaltensänderungen, Vorlieben usw. im Positiven, wie im Negativen.                                                      

Das heißt also: „Hormone können uns mit ihren Wirkungen“ steuern und das ist für uns Frauen sehr oft herausfordernd, ist da nicht die Schokoladesucht vor der Menstruation oder die Vergesslichkeit, wenn wir verliebt sind, ect. Das Interessante dabei ist, dass bei allen hormonellen und körperlichen Vorgängen nicht allein die Funktionen der weiblichen Sexualhormone eine Rolle spielen, sondern das Zusammenwirken aller Hormone, die aus der Schilddrüse, mit denen aus dem Immunsystem, der Thymusdrüse, den Nebennieren, der Hypophyse, der Bauchspeicheldrüse usw. eine große Rolle spielen.                                                                                                                                                                           

Unter diesen Aspekten können wir Frauen uns also vorstellen, dass es sich lohnt sich mit der „komplexen Welt der Hormone“ auseinanderzusetzen, um uns nicht von hormonellen Hurrikans mitreißen zu lassen, sondern diese aufzulösen.                                                                                                     

Also, unser Hormonsystem, ist ein Kommunikations- und Austauschsystem, wie eine E-Mail-Zentrale, oder ein virtueller Meetingsraum, oder eine geheime Facebook-Gruppe, wo sich alle untereinander besprechen können. Dazu gehören auch das Nervensystem und das Immunsystem. Lebenswichtige Vorgänge und Organfunktionen werden hier koordiniert und stehen in Kommunikation untereinander.                                                                                                                                                                

Merkur, in der römischen Mythologie bzw. Hermes in der Griechischen ist bekannt als der Götterbote, der die Nachrichten überbringt. Gleichermaßen sorgt er für luftige Energie, die leicht und reibungslos wirkt. Der Mittwoch ist der Merkur-Tag. Warum machen wir uns nicht den Mittwoch zu unserem persönlichen Hormongesundheits- und Regenerationstag? Viel frische Luft, lebendigen Austausch mit lieben Gleichgesinnten, unterstützende Pflanzen, Tees ect.                                     

Indem wir unsere Hormonausschüttung anregen und damit die Kommunikation zwischen den Drüsen und den übergeordneten Gehirnarealen sicherstellen, erhalten wir unsere Gesundheit und bleiben länger fit. Dafür gibt verschiedene Möglichkeiten: körperliche Übungen, Massagen, Kräuter, homöopathische Mittel bis hin zu Bewusstwerdungs- und Umsetzungsprozesse (ev. auch mit Hilfe von Gesundheitscoaches)                                                                                                                                 

Hier ein kleiner Fragebogen für dich:

  • Wie oft am Tag lachst du?
  • Wann warst du das letzte Mal im Wald und hast dort bewusst die Luft, den Wald, die Natur gerochen?
  • Auf einer Skala von 1-10: Wie neugierig bist du?
  • Wie alt bist du? – Nicht biologisch! sondern gefühlt!                                                          



Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit diesen kleinen Kerlchens, namens „HORMONE“, ist Voraussetzung dafür, dass frau gezielt und eigenverantwortlich nach Lösungen und Hilfestellungen suchen kann um ein erfülltes, genussvolles und weibliches Leben leben kann.                                        

Wie funktioniert diese ganze Sachen mit den Hormonen nun?

Ein Hormon kann man also einen Botenstoff bezeichnen, oder als Signalgeber. Das Hormon wird von einer Drüse, z.B der Bauchspeicheldrüse, oder der Schilddrüse, erzeugt und in die Blutbahn abgegeben. Gemeinsam mit speziellen Transportbegleitern, wie z.B. Eiweißen schwimmt das Hormon zu seinem Zielorgan, wo es dann seiner, ihm zugewiesenen, Aufgabe gerecht wird. Es gibt aber auch Hormone die frei im Blut liegen und zusehen müssen, dass sie zu ihrem Zielort kommen.           

Nun gibt es noch die auf- und abbauenden Enzyme, die dafür sorgen, dass weniger oder mehr Hormone dort ankommen. Der Körper ist so schlau und kompensiert dies, indem er in gepulsten Stößen Hormone auswirft, sodass auch wirklich ausreichend Hormone die Reise bis zum Ziel überstehen. Am Ziel angekommen, gilt das Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ein rot markiertes Hormon findet nur Einlass bei einem rot markiertem Schloss und kann somit in die Zelle eindringen und seine Aufgabe vollbringen. Wenn der Schlüssel kein passendes Schloss vorfindet, kann das Hormon seine Wirkung im Organismus nicht entfalten. Ab und zu kommt es auch vor, dass das Schloss quasi beim falschen Schlüssel aufspringt. Z.B. bei Endometriose.                                                                             

Endometriose entsteht, wenn sich Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln und sich dort wie Zellen der Gebärmutterschleimhaut verhalten. Eigentlich sollte die dort ankommenden Östrogene die Gebärmutterschleimhaut zum Wachstum anregen. Manchmal reagieren auch Zellen außerhalb der Gebärmutter, im Bauchfell, auf das Hormon mit Zellwachstum. Die führt dann zu Schmerzen und Blutungen.                                                                                                                             

Hormone haben die Fähigkeit die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Sicherheitsbarriere, damit keine schädigenden Stoffe in unser Gehirn eindringen können. Hormonähnliche Stoffe aus der Umwelt (z.B. Konservierungsstoffe in Kosmetika, Weichmacher, Bisphenol A in Kunststoffen) gaukeln unserem Hormonsystem vor sie seien Hormone und irritieren es soweit, dass das Schloss geöffnet wird. Diese Spione lösen dann aber nur eine Teilreaktion oder auch gar keine Reaktion aus. Faktum ist, dass sie aber die Schlösser besetzen und damit für die körpereigenen Hormone unserer Hormondrüsen kein Platz mehr ist. So kann es zu ungewollten körperlichen und auch psychischen Reaktionen kommen.                                                                       

Die Aufmerksamkeit auf diverse Umweltfaktoren zu richten, ist daher neben der Pflege und Aktivierung der Drüsen unbedingt notwendig und wichtig für ein gesundes Hormonsystem. Zirka 800 hormonähnliche Stoffe wirken durchschnittlich auf unser Hormonsystem.                                  

Die Wirkung der Hormone, dass sie in einem Organ gebildet werden, mit dem Blut transportiert werden und danach ihre Wirkung in unserem Organismus tun, nennt frau endokrin. Daher auch die endokrinen Drüsen, welche Hormone produzieren.                                                                              

Die Hormone, also unser Hormonsystem steht in enger Beziehung mit dem Nerven- und Immunsystem und wirken entsprechend in allen dreien. So kann ich nur von mir selbst berichten, dass Hormonstörungen mit Autoimmunkrankheiten, wie Hashimoto, mit häufig wiederkehrenden Infekten, einem irritierten Immunsystem, auftreten.                                                                            

Das Gehirn ist unsere Zentrale – von hier aus wird alles geregelt!

Das Immunsystem: die zentralen Organe des Immunsystems sind: Milz, Thymusdrüse und unser Darm. Darüber hinaus gibt es die Zellen im Blut und in den Lymphen die auf ständiger Wanderschaft sind.                                                                                                                                                                           

Das Nervensystem: Die Nervenzellen sorgen mit ihren Nervenfasern dafür, dass zwischen ihnen, den Organen oder Körperregionen Verknüpfungen hergestellt werden und Befehle weitergegeben werden.

  • Die Hormone wirken auf Nervenzellen und Immunzellen genauso wie auf Zellen des Hormonsystems
  • Nerven reichen an Nervenzellen, an Immunorgane und an Hormonzellen heran.
  • Die Botenstoffe des Immunsystems finden Schlösser an Nervenzellen und Zellen des Hormonsystems und sperren sich auf.                                                                                            

Fest steht, dass sich die drei Körpersysteme gegenseitig beeinflussen. Und das heißt wiederum, dass das Hormonsystem nicht getrennt, nicht alleine betrachtet werden kann.

Das Gehirn, unsere Chefin, kontrolliert alle Organe des Hormonsystems:                            

Im Hypothalamus werden Reize die von Außen, aber auch von Innen kommen, integriert und verarbeitet: Angst, Kälte, Freude, Müdigkeit, Krankheit,… Es kommt zur Hormonausschüttung.

Diese Botenstoffe regen unmittelbar die Hypophyse dazu an weitere Hormone freizusetzen. Diese sorgen dann über das Blut dafür, dass die Eierstöcke, die Nebennieren und die Schilddrüse ebenso Hormone freisetzen und auf ihre Reise zu den jeweiligen Zielen schicken. Ein Feedback-System meldet ans Gehirn, ob sie zu viele oder zu wenige Hormone im Blut befinden. Entsprechend wir nachreguliert.                                                                                                              

Diesen Prozess können wir unterstützen, indem wir sehr genau darauf achten, was uns von Außen her beeinflusst und wie wir innerlich damit umgehen können.                          

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